in conversation with: Linda Käckermann
Gründer von AIN’T NO TRASH, spezialisiert auf das Aufspüren und Auswählen außergewöhnlicher Objekte ab den 1960er Jahren.
“Ich habe AIN’T NO TRASH vor über fünf Jahren gegründet und beschäftige mich seitdem mit der Suche und Auswahl einzigartiger Vintage-Möbel und -Objekte. Dieser Sommer markierte einen Wendepunkt für AIN’T NO TRASH, und ich habe darüber nachgedacht, wo wir Einfluss nehmen möchten. Der Auszug aus dem Studio hat Raum für neue Richtungen geschaffen; unser Fokus liegt nun auf projektbasierter Beschaffung und Kooperationen, die eine echte gegenseitige Verbindung und Intention haben.”
– Linda Käckermann
Als Sammlerin von STOFF Nagel – sowohl der wieder aufgelegten als auch der originalen Vintage-Stücke – was hat Sie an diesem ikonischen Design besonders angezogen?
Ich war schon immer vom modularen Design fasziniert – von Objekten, die sich entwickeln und an verschiedene Räume, Stimmungen und Lebensweisen anpassen können. Genau das fasziniert mich an STOFF Nagel. Seine skulpturale Form, die zeitlosen Materialien und die Freiheit zur Umgestaltung machen es zu viel mehr als nur einem Kerzenhalter. Ich bin den Vintage-Kerzenhaltern auf Flohmärkten, Auktionen und in den Häusern von Freunden und Familie begegnet. Sie vermitteln ein Gefühl von Vertrautheit und Kontinuität, etwas still Beständiges im Laufe der Zeit.
Sie haben viele skulpturale Kerzenhalter-Arrangements in Ihrem Zuhause. Wie integrieren Sie diese skulpturalen Kompositionen in Ihre Einrichtung?
Es geht um Balance, Proportion und den Dialog zwischen Form und Raum. Ich liebe es, wie ihre Formen unendliche Variationen zulassen – wie sie von etwas Markantem und Architektonischem zu etwas Ruhigem und fast Organischem wechseln können. Manchmal baue ich sie zu größeren Installationen auf, ein anderes Mal verteile ich einzelne Stücke, sodass sie subtiler mit ihrer Umgebung interagieren. Es ist ein intuitiver Prozess, in dem es weniger um Dekoration geht, sondern vielmehr darum, ein Gefühl von Bewegung und Ruhe in unserem Zuhause zu schaffen.
Ihre STOFF Nagel Sammlung ist inzwischen recht umfangreich und beeindruckend geworden. Wie integrieren Sie diese Stücke in Ihre Einrichtung, sodass sie sich wie ein Teil Ihres Zuhauses anfühlen und nicht wie eine Ausstellung?
In unserem Zuhause fließen die Dinge natürlich ineinander; nichts existiert für sich allein. Jedes Objekt fühlt sich verbunden an, als Teil eines Ganzen und von Bedeutung. Es geht niemals darum, dass ein einzelnes Stück hervorsticht, sondern darum, wie die Dinge zueinander in Beziehung stehen und still die Atmosphäre des Raumes prägen. Die Kompositionen entstehen intuitiv – sie wachsen, verändern sich und lösen sich manchmal wieder auf. Es ist eine lebendige Umgebung, in der Objekte Erinnerungen tragen, Stimmungen widerspiegeln und auf natürliche Weise Teil unseres Alltags werden.